Im Rahmen des aktuellen Unterrichtsschwerpunkts „Global denken, lokal handeln“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9b und 9d im Fach AES intensiv mit dem bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln auseinander. Dabei stehen insbesondere Nachhaltigkeit, Ressourcenverbrauch und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung im Fokus. Ziel ist es, globale Zusammenhänge auf das eigene Handeln im Alltag zu übertragen und praktisch erfahrbar zu machen.
Vor diesem Hintergrund fand im AES-Unterricht eine besonders praxisnahe Lerneinheit statt: Improcooking in der Schulküche. Unter dem motivierenden Motto „Awaruliundfort“ stellten sich die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler gemeinsam mit ihren AES-Lehrerinnen Frau Sapina und Frau Schlusnus einer kulinarischen Herausforderung. Der Begriff steht für „Alles, was rumliegt und fort muss“ und beschreibt zugleich das zentrale Prinzip dieser Einheit. Verarbeitet wurden nahezu ausschließlich Zutaten, die bereits in der Schulküche vorhanden waren, um Resteverwertung gezielt umzusetzen und Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
Ergänzend wurde lediglich eine kleine Menge frisches Bio-Hähnchenfleisch dazugekauft. Dies diente bewusst dazu, den hygienischen Umgang mit rohem Geflügelfleisch zu erlernen und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie sich mit wenig oder auch ganz ohne Fleisch vollwertige und ausgewogene Gerichte zubereiten lassen.
Auf vorgegebene Rezepte wurde bewusst verzichtet. Stattdessen improvisierten die Gruppen und betrachteten vorhandene Lebensmittelreste als Ausgangspunkt für kreative Ideen. Ziel war es, selbstständig vollwertige und ausgewogene Gerichte zu entwickeln. Dies erforderte Planungskompetenz, Flexibilität, fachliches Wissen sowie eine enge und strukturierte Zusammenarbeit innerhalb der Teams.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es entstanden vier abwechslungsreiche Gerichte: eine wärmende Nudelsuppe mit Hülsenfrüchten und Gemüseeinlage, ein Fitness-Protein-Salat mit Gnocchi, Kichererbsen, vegetarischen Frikadellen, Käse und verschiedenen Gemüsesorten, eine Tomaten-Hähnchen-Nudelpfanne sowie Wraps mit Fleisch- oder Gemüsefüllung.
Trotz der anspruchsvollen Ausgangssituation waren die Resultate durchweg überzeugend. Das Improcooking verdeutlichte eindrucksvoll, wie sich aus vorhandenen Zutaten schmackhafte, ausgewogene und nachhaltige Mahlzeiten zubereiten lassen. Gleichzeitig wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, dass bereits kleine Entscheidungen im Alltag einen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit leisten können. Die Unterrichtseinheit stellt damit eine gelungene, lebensnahe und handlungsorientierte Umsetzung des aktuellen Themas im Fach AES dar









